Rincón Antigüeño
Dienstag, 12. Dezember
In Zentrum Antiguas gibt es viele Restaurants der verschiedensten Küchen wie z.B. Arabisches Essen, Vietnamesische Pho, Klassisch Französisch und auch einige US-Amerikanische Fast-Food-Ketten. Christoph und ich waren zum ersten Mal im Leben in Guatemala und wollten natürlich erstmal die lokale, guatemaltekische Küche kennen lernen.
Dieses Vorhaben stellte sich schwerer heraus als gedacht, da es in Antigua nur wenige Restaurants gab, die traditionelles guatemaltekisches Essen verkauften. Nachdem wir erst überrascht waren, verstanden wir dann, dass die meisten guatemaltekischen Familien das traditionelle lokale Essen eben selbst für sich zu Hause kochten und es so in der Stadt scheinbar zu wenig Bedarf an traditionellen, guatemaltekischen Restaurants gibt.
Googelt man danach, ist der einzige Ort, der von allen empfohlen wird, das Restaurant „Rincon Antigueño“ im Zentrum der Stadt. Reservierungen werden nicht angenommen, man kommt einfach spontan vorbei und stellt sich in die meist lange Warteschlange an. Der Gastraum des Restaurants befindet sich in einem schönen, nach oben offenen, Innenhof. Von der Straße aus führt ein kleiner schmaler Gang dorthin. Während man in der Schlange in eben diesem schmalen Gang, auf einen freien Tisch wartet, kann man neben sich die Köchinnen beobachten, wie sie auf einem traditionellen Ofen „Comal“ frische Maistortillas für das Restaurant backen. Um die Mittagszeit ist im Rincon Antigueño immer sehr viel los und insgesamt geht es recht hektisch zu. Das Personal ist zwar freundlich, aber es wird klar, dass man den Tisch nach dem Essen auch schnellstmöglich wieder verlassen sollte. Die Karte ist recht klein und hängt groß ausgedruckt neben der Kasse. Bestellt wird direkt an der Theke, wo auch gleich bezahlt wird. Das Restaurant ist somit also eine Mischung aus Kantine und Restaurant, was sich jedoch auch in den günstigen Preisen widerspiegelt. Wir bestellten einen traditionellen guatemaltekischen Eintopf „Hilacha“, der aus Gemüse, Kartoffeln und Rindfleisch bestand. Als Beilage gab es dazu noch einen Berg Reis und natürlich einen Korb frisch gebackener Maistortillas. Das Essen war sehr lecker und gut gewürzt, der Korb voller Maistortillas als Beilage war für uns jedoch viel zu viel. Insgesamt ist das Rincon Antigueño eine gute Adresse, um typisch guatemaltekische Hausmannskost zu probieren. Nach einem Monat in Guatemala stellten wir jedoch auch fest, dass die guatemaltekische Küche nicht ganz so abwechslungsreich ist, wie die anderer Länder in Lateinamerika.