Museo Larco
Samstag, 13. Januar
Viele Touristen, die Peru besuchen, fliegen direkt von Lima nach Cusco, in die ehemalige Inka-Hauptstadt. Die Stadt Lima wird leider von vielen übersprungen, obwohl es auch hier tolle präkolumbische Schätze zu sehen gibt. Ein wichtiges Museum hierfür ist das „Museo Arqueológico Rafael Larco Herrera“ oder auch kurz „Museo Larco“ genannt.
Das Museo Larco befindet sich ein einem eher ruhigem Wohnviertel ca. 15 Minuten vom historischen Zentrum der Stadt entfernt. Im Museum wird vor allem die Sammlung des peruanischen Archäologen Rafael Larco Herrera (1872-1956) und seinem Sohn Rafael Larco Hoyle, der ebenfalls Archäologe war, ausgestellt. Die Sammlung besteht aus ca. 45 000 Ausstellungsstücken präkolumbischer Kunst. Es gibt Skulpturen, Textilien, Keramik und Schmuck aus unterschiedlichen präkolumbischen peruanischen Zivilisationen (z.B. Moche, Cupisnique, Lambayeque, Virú, Chimú und Inka). Das Museum wurde in Lima 1962 eröffnet und befindet sich in den Räumlichkeiten eines großen Anwesens, das aus mehreren einstöckigen Räumen besteht. In insgesamt 13 Sälen kann man als Besucher:in die vielen Exponate aus den verschiedensten Materialien und Zeitaltern bestaunen. Auch der Innenhof des Museums ist wunderschön bepflanzt und nachdem wir uns die Ausstellung angeschaut hatten, spazierten wir noch gemütlich über das Anwesen. Das „Museo Larco“ ist durch seine Architektur und natürlich aufgrund der tausenden besonderen Ausstellungsstücke ein wichtiges Museum in Lima und sollte von jedem Tourist, der nach Peru kommt, besucht werden.
Da das Museum in Privatbesitz und nicht staatlich finanziert ist, ist der Eintritt zum Museum recht teuer. Leider gibt es auch für peruanische Staatsbürger:innen keinen vergünstigten Eintritt, sodass die meisten unserer peruanischen Freund:innen das Museum noch nie besuchen konnten. Wir fanden das Museum sehr lohnenswert, und würden uns daher wünschen, dass mehr Peruaner:innen in Zukunft die Möglichkeit haben, die Sammlung zu besuchen.