Mercado San Blas ​

Weil Cusco eine sehr schöne Stadt und dazu Ausgangspunkt für Trips nach Machu Picchu ist, ist Cusco bei Touristen aus dem In- und Ausland (zurecht) sehr beliebt. Um den Touristenströmen ein wenig zu entkommen, vermieden wir die Restaurants und Cafés nahe des Hauptplatzes und gingen stattdessen häufig auf dem lokalen, etwas versteckten Markt einkaufen und Mittag essen.

Der „Mercado San Blas“ befand sich ca. 15 Gehminuten von unserer Wohnung in Cusco entfernt in einer sehr kleinen Seitenstraße. Anders als deutsche Märkte finden die Märkte in Cusco nicht unter freiem Himmel statt, sondern befinden sich in einer überdachten Halle. Der Eingang zum Mercado San Blas ist eine sehr unscheinbare Stahltür und insgesamt schlecht ausgeschildert. Hat man die Tür gefunden, und den Raum betreten ist man direkt im trubeligen Marktgeschehen.

Im Gegensatz zum anderen Markt in Cusco („Mercado San Pedro“), ist der San Blas Markt sehr klein. Trotzdem findet man auch hier alles, was man braucht. Gleich beim Eingang stehen die Obst und Gemüsestände, rechts vom Eingang die Smoothiestände, wo man sich frische Obstsäfte pressen lassen kann, in der hintersten Reihe gibt es einige Stände, die warmes, gekochtes Essen verkaufen und links vom Eingang befinden sich die Stände mit getrockneten Bohnen, Quinoa, Reis und Süßigkeiten. Das schöne am Einkaufen auf dem Markt ist, dass das Obst und Gemüse meist perfekt reif ist und man genau die Menge kaufen kann, die man wirklich benötigt. Kauft man beispielsweise Avocados, fragt eine gute Marktverkäuferin sofort, ob man die Avocados für heute oder für morgen kauft. Je nach Antwort sucht die Verkäuferin dann den perfekten Reifegrad der Avocados aus.

Wir kauften hier mehrmals pro Woche frisches Obst und Gemüse für zu Hause ein, aßen an einem der Stände zu Mittag oder ließen uns noch einen selbst zusammengestellten Fruchtsaft aus frischen Früchten pressen. Um fair zu sein, kauften wir jedes Mal bei einem anderen Obst und Gemüsestand ein. Was die Obstsäfte angeht, freundeten wir uns bereits am ersten Tag auf dem Markt mit einer Verkäuferin an, zu der wir immer wieder zurück kamen. Als wir uns nach drei Wochen in Cusco bei ihr verabschiedeten und einen letzten Saft bestellten, fiel uns der Abschied sehr schwer. Grund genug, irgendwann einmal wieder nach Cusco zurückzukommen!

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