Plaza de Armas

Wir verließen die Stadt Huaraz und fuhren mit dem Nachtbus 10 Stunden in den Süden, zurück nach Lima. Dort fuhren wir vom Busterminal zum Flughafen und flogen eineinhalb Stunden in den Süden Perus, in die Stadt Cusco. Die gleiche Strecke (Lima-Cusco) mit dem Bus hätte ca. 25 Stunden gedauert, weshalb eine Busfahrt für diese Strecke für uns nicht in Frage kam. Cusco liegt in den südlichen Anden und der Landeanflug über die Berge war wunderschön.

Angekommen in Cusco fuhren wir erstmal zu unserem Airbnb, das wir dort für drei Wochen gemietet hatten. Cusco ist eine schöne Stadt, die malerisch zwischen Berggipfeln liegt und ca. 100 000 Einwohner:innen hat. Das Besondere an Cusco ist, dass die Stadt auf 3400 Höhenmetern liegt und damit noch höher gelegen ist als unser vorherige Base in den Anden Huaraz (3000 Höhenmeter). Die Stadt war außerdem die Hauptstadt des Inkareiches und auch heute kann man in Cusco und im Umland die Spuren der Inkas in Form von Museen und Bauwerken bewundern. Trotz der Kolonialisierung durch die Spanier im 16. Jahrhundert und der Zerstörung vieler Gebäude, blieben die Grundmauern und Straßenführung der Inkas in Cusco weitgehend erhalten. Heute ist das Stadtbild Cuscos geprägt von einer Mischung aus Inka-Bauwerken und Steinstrukturen und (im 16. Jahrhundert) neu gebauten Häusern im spanischen Kolonialstil, sowie einige aus der gleichen Zeit stammenden Kirchen. Cusco gilt als eine der schönsten Städte Perus und zumindest die Innenstadt verfügt über zahlreiche tolle Gebäude, die gut erhalten sind und gepflegt werden.

1911 wurde im Umland von Cusco die Ruinenstadt „Machu Picchu“ entdeckt — eine Stadt versteckt in den Bergen der Anden, die die Inkas im 15. Jahrhundert gebaut hatten. Die sehr gut erhaltene Ruinenstadt wurde im Laufe der Jahre zu der Haupt-Sehenswürdigkeit in Peru und zu einer der beliebtesten Touristenattraktionen weltweit. Auf dem Gebiet von Machu Picchu sind über 200 steinerne Bauten erhalten, die durch komplexe Treppenstrukturen miteinander verbunden sind und alle besichtigt werden können. Umgeben von grün bewachsenen und nebelverhangenen Berggipfeln wirkt die Ruinenstadt auch heute noch geheimnisvoll und versteckt. Obwohl es selbst von Cusco nicht ganz einfach ist, Machu Picchu zu erreichen, ist Cusco trotzdem die nächstgelegene Stadt und wurde zum Touristen-Hot-Spot und zum Ausgangspunkt für alle Touristen, die Machu Picchu besuchen wollen. Besucht man Cusco oder Machu Picchu, wird man sofort merken, dass hier viele Touristen unterwegs sind. Sowohl Cusco als auch Machu Picchu sind jedoch zwei so beeindruckende Orte, dass das internationale Interesse daran auch gerechtfertigt ist. Man sollte sich also auf keinen Fall durch andere Touristen davon abbringen lassen, diese beiden Orte zu besuchen. Ich war nun das dritte Mal in Cusco und trotz anderer Touristen, genossen wir unsere Zeit dort sehr. Der einzige Grund, warum wir nicht auch Machu Picchu besuchten war, dass wir die Ruinenstadt bereits zweimal (einige Jahre vor dieser Reise) zuvor besucht hatten.

Meine Zeichnung hier zeigt den zentralen Marktplatz der Stadt Cusco, auch „Plaza de Armas“ genannt, der heute für die verschiedensten Anlässe, Veranstaltungen und Feierlichkeiten in der Stadt genutzt wird und Treffpunkt für jede Tour ist.

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