Museo Nacional de Etnografía y Folklore
Samstag, 16. März
In La Paz gibt es einige kleine, aber interessante Museen, die man sich bei einem Besuch der Stadt unbedingt anschauen sollte. Eines davon ist das Nationalmuseum für Ethnographie und Folklore.
Die meisten Museen der Stadt La Paz sind sowohl was die Räumlichkeiten als auch die Ausstellungen angeht, etwas in die Jahre gekommen. Auch daran merkt man, dass Bolivien nicht das wirtschaftlich stärkste Land ist. Dafür ist der Eintritt zu den Museen jedoch sehr günstig, wodurch sich ein Besuch dieser Museen also trotzdem immer lohnt, auch wenn die Ausstellungen manchmal überschaubar sind.
Das Nationalmuseum für Ethnographie und Folklore befindet sich in einem wunderschönen, prächtigen Herrenhaus aus dem 18.Jahrhundert. Hat man sich ein Ticket an der Kasse gekauft, läuft man über einen Flur weiter in den offenen Innenhof des großen Steingebäudes. Allein, um das imposante Gebäude zu besichtigen, lohnt sich der Besuch. Die Ausstellung ist auf viele verschiedene Räume verteilt und wir waren dann doch überrascht, wie groß das Museum schlussendlich war. Die Ausstellung behandelte Themen wie Traditionelle Kleidung im Laufe der Zeit in verschiedenen Regionen Boliviens, die Herstellung der Kleidung und verschiedene Textilien und Webetechniken und auch eine Fotografieausstellung.
Unser Lieblingsraum des gesamten Museums war jedoch der Masken-Raum. Hier wurden verschiedene Karnevalsmasken aus unterschiedlichen Regionen des Landes ausgestellt. Um die Masken besonders beeindruckend wirken zu lassen, waren diese in einem abgedunkelten Raum an der schwarzen Wand befestigt und mit Scheinwerfern beleuchtet. Der schwarze Hintergrund bildete einen guten Kontrast zu den leuchtenden Farben der Masken und es machte großen Spaß, sich jede einzelne davon genau anzuschauen.