Torres del Paine ​

Der Begriff „Patagonien“ ist keine Länderbezeichnung, sondern bezeichnet die Südspitze Südamerikas, die sich in Chile und Argentinien aufteilt. Das Gebiet Patagonien ist riesig und verfügt über unzählige Nationalparks. Wir starteten unsere Patagonienreise auf der argentinische Seite Patagoniens und fuhren dann weiter auf die chilenische Seite.

Da Patagonien ein sehr großes Gebiet ist und eine recht teure Reiseregion, muss man sich gut überlegen, welche Orte einem die wichtigsten sind und seine Reiseroute danach planen. Viele der Patagonien-„Sehenswürdigkeiten“ und Nationalparks liegen außerdem recht weit auseinander, weshalb eine gute Planung im Voraus noch wichtiger ist. Patagonien ist an den meisten Orten sehr dünn oder gar nicht besiedelt, deshalb kann man sich nicht auf öffentlichen Nahverkehr verlassen und braucht für die Nationalparks einen Mietwagen. Wir wollten unbedingt den „Perito Moreno“ Gletscher im Süden Argentiniens besuchen und planten deshalb den Süden Patagoniens zu bereisen. Nach einigen Tagen im argentinischen Patagonien, stiegen wir in den Bus und fuhren einige Stunden weiter über die Grenze nach Chile. Der nächste Ort, den wir besuchen wollten, war die Kleinstadt „Puerto Natales“ im Süden Chiles.

Puerto Natales war dabei unser Ausgangspunkt für Wanderungen im Nationalpark „Torres del Paine“, den wir auch unbedingt besuchen wollten. Wir hatten ein gemütliches Hotelzimmer mit wunderschönem Ausblick auf die Landschaft und das Meer und hatten einen Mietwagen, mit dem wir unsere Touren in den 1,5-2h entfernten Nationalpark unternahmen. Der Nationalpark selbst ist genau wie der Rest Patagoniens sehr weitläufig und es gibt unzählige Orte, Wanderrouten und Aussichtspunkte, die man besichtigen kann. In den nächsten Tagen unternahmen wir einige, kürzere Wanderungen in der atemberaubenden Landschaft Patagoniens und waren viel im Nationalpark unterwegs. Es gab so viel zu sehen und hinter jeder Kurve wartete der nächste schneebedeckte Gipfel, blaue Lagune oder weite Steppenlandschaft. Wir besuchten Patagonien im April, was Herbst dort bedeutete. Bis jetzt wissen wir nicht, ob wir einfach großes Glück hatten, oder ob es an der Nebensaison lag, in der wir Patagonien besucht hatten, aber gefühlt hatten wir den gesamten Nationalpark für uns alleine. An vielen Orten waren wir ganz alleine, manchmal trafen wir über Stunden hinweg keine anderen Menschen und selbst bei den etwas bekannteren Wanderwegen des Nationalparks waren nur eine Hand voll anderer Menschen unterwegs. Auch bezüglich des Wetters hatten wir unfassbares Glück und jeden Tag Sonne und klare Sicht. Trotz der weiten Entfernung, den Inlandsflügen und einigen Busfahrten, hatte es sich für uns absolut gelohnt, bis in den Süden Patagoniens zu reisen und wir denken oft an unsere einzigartige Zeit dort zurück.

Alle Einträge