Typica
Donnerstag, 21. März
Obwohl La Paz eine Großstadt ist, ist die Kaffekultur dort nicht ganz so ausgeprägt, wie wir es in anderen südamerikanischen Städten erlebt hatten. So hatten wir anfangs etwas Schwierigkeiten, ein Café zu finden, das sehr guten Espresso und Cappuccino zubereitete.
Nach einigen Recherchen (vor Ort und online), wurden wir auf das „Typica“ Café aufmerksam. Praktischerweise befand sich das Café nur wenige Straßen von unserer Wohnung in La Paz entfernt. Auf der Website des Cafés erfuhren wir, dass das Typica Café direkt mit lokalen Kaffeebauern zusammen arbeitet und selbst den Kaffee röstet. Wir waren begeistert und spazierten gleich am nächsten Tag nach Feierabend dorthin. Das besondere am Typica ist, dass das Café nicht nur ein Raum oder Stockwerk in einem größeren Gebäude ist, sondern, dass das gesamte Gebäude — eine kleine Stadtvilla — das Café ist. Im Haus kann man sich komplett frei bewegen und sich auf den zwei Stockwerken und vielen verschiedenen Zimmern seinen Wunschort zum Kaffee trinken aussuchen. Allein die Platzsuche machte uns total Spaß, da jedes Zimmer mit einzigartigen Vintage-Möbeln und Tapeten eingerichtet war und es im Haus so viele gemütliche Orte gab, dass man sich kaum entscheiden konnte. Als wir uns schließlich auf zwei gemütliche Sessel gesetzt hatten, kam kurze Zeit später auch schon die Bedienung und nahm unsere Bestellung auf.
Der Kaffee und Cappuccino, den wir bestellt hatten, war tatsächlich sehr gut und wir freuten uns, endlich ein tolles Café in unserer Nähe gefunden zu haben. Neben allen möglichen Kaffeespezialitäten gab es noch Kuchen, Sandwiches and andere Snacks und wir kamen in den nächsten Wochen noch einige Male in unserer Mittagspause hier her.